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Moderne Unternehmenskultur – Entwicklung der Mitarbeiter in den Vordergrund stellen

Inhalt: "Moderne Unternehmenskultur – Entwicklung der Mitarbeiter in den Vordergrund stellen"

Säulen, auf denen moderne Unternehmenskultur baut

 

Es ist eines der meist bewegtesten Themen: In der Wirtschaft und innerhalb der Unternehmen wird diesem „Mysterium“ weiterhin steigende Bedeutung zugeschrieben. Die Relevanz der Thematik liegt in erster Linie an dem Fakt, dass Mitarbeiter und Jobinteressenten einer neu zu besetzenden Stelle mittlerweile genau auswählen, welcher Arbeitgeber für welche kulturellen Merkmale einsteht. Employer Branding hat längst oberste Priorität; es reicht nicht mehr aus, nur mehr Urlaubstage als der Wettbewerber zu vergeben oder pünktlich das Gehalt auszuzahlen. Arbeitnehmer wählen das Unternehmen, für das sie arbeiten, mit Bedacht aus und orientieren sich zunehmend an dem dahinterstehenden Werten und Normen. Doch was hat wirklich Einfluss auf die Unternehmenskultur und das Verhalten der Mitarbeiter?

 

Was zeichnet eine moderne Unternehmenskultur aus?

 

Die Kultur eines Unternehmens bringt zum Ausdruck, welche Einstellungen, Werte und Normen im Unternehmen vorherrschend sind und wie diese (vor-)gelebt werden. Eine starke Unternehmenskultur tritt in nicht-künstlich erzeugten Situationen zum Vorschein und prägt den Alltag aller Mitarbeiter und Führungskräfte enorm. Mit Blick auf das Verhalten an der Kaffeemaschine, Morgens auf dem Flur, während der Mittagspause oder bei der jährlichen Weihnachtsfeier haben Sie sicher selbst das Bild im Kopf, wie diese Momente innerhalb des Unternehmens ablaufen.

Der simple Grund, weshalb moderne Unternehmenskultur und eine begleitete Corporate Culture (=der Weg zur Entstehung dieser Normen und Werte) wichtig ist, liegt in dem Einfluss der Denk- und Handlungsmuster, die die Kultur weckt. Ob bewusst oder unbewusst prägen diese weichen Faktoren, die erst bei intensiver Beobachtung offensichtlich erfahren werden, das Klima im gesamten Team (vor allem für neue Mitarbeiter).

Ein Hebel, der durch die etablierten Werte und Normen im Erfolg und Umsatz doppelt sichtbar wird. Dabei gibt es zahlreiche Interpretationen, wie eine solche moderne Unternehmenskultur aussehen kann – und wohl hunderte unterschiedliche Definitionen, was diese beinhalten muss. Doch beschäftigen wir uns zunächst mit dem Grund und der Frage: „Warum das Ganze?“.

 

Was ist für eine moderne Unternehmenskultur wichtig?

 

Eine moderne Unternehmenskultur setzt den Menschen, der als soziales Wesen jede zu besetzende Stelle im Unternehmen repräsentiert, in den Vordergrund und legt die Basis dafür, dass:

  • die Unternehmen die gesteckten Ziele erreichen
  • Mitarbeiter in Zeiten der Krise durch geteilte Werte Halt erfahren
  • sich Mitarbeiter wohl fühlen und dem Unternehmen treu bleiben (Lösung- statt Kündigunsgbereitschaft).

Laut einer Befragung der Königstein Gruppe, die sich bundesweit mit 3000 Arbeitnehmern beschäftigte, bevorzugen fast drei Viertel (72 Prozent) der Mitarbeiter ein von einer modernen Unternehmenskultur geprägtes Arbeitsumfeld. Die Ergebnisse dieser Studie offenbaren die Wünsche der Mitarbeiter: Flache Hierarchien („Du“-Kultur), offene Kommunikation bis hin zu den Führungskräften und das gemeinsame Streben zum Erreichen der im Team gesetzten Ziele sind die in diesem Kontext am häufigsten auftauchenden Schlagworte.

Weit gefehlt also der Gedanke an „Work Life Balance“ oder geringere Arbeitszeiten. Flexibilität wird den Arbeitnehmern in Gesamtheit zwar immer wichtiger, doch sind es die sichtbaren Elemente der täglichen Teamarbeit, die den größten Einfluss auf die Zufriedenheit innerhalb des Unternehmens haben. Unternehmenskultur besteht, wenn die Angestellten starke Unterstützung von oben spüren. Schauen wir uns diese Veränderung im Detail an.

 

Innovative Gedanken stiften: Wie Mitarbeitermotivation für moderne Unternehmenskulturen funktioniert

Wenn Mitarbeiter Begeisterung an der eigenen Arbeit verspüren und das Gefühl haben, durch eigenverantwortlich eingebrachte Kreativität auf der Suche nach Lösungsansätze an Veränderungen innerhalb des Organisationskultur teilzuhaben, entdecken diese ihre Fähigkeiten und Kompetenzen in einem vollkommen neuen Maß. Eine gute Unternehmenskultur bringt motivierte, innovativ denkende und problemlösende Mitarbeiter hervor, die sich loyal zum Unternehmen positiveren (in guten wie in schlechten Zeiten). Das ist kein Erfolgsversprechen, sondern eine Beobachtung aus einer Vielzahl an gelungenen Veränderungen.

Zur fortwährenden Entwicklung der Unternehmenskultur und zum Abgleich der Mitarbeiterzufriedenheit sollten folgende Fragen zum festen Bestandteil der Kommunikation, bei der Beobachtung von Veränderungen, sein:

  1. „Wofür steht das Unternehmen?“ – Gibt Auskunft über die grundlegenden Überzeugungen und das Selbstverständnis von Mitarbeitern.
  2. „Was ist dem Unternehmen im Heute wichtig und was soll dem Unternehmen im Morgen wichtig sein?“ – Visualisiert die Normen und Einstellungen innerhalb der Unternehmenskultur

 

Moderne Unternehmenskultur entwickelt sich durch Aktivität der Mitarbeiter

Um eine wohlwollende und positive Unternehmenskultur entstehen zu lassen, ist die Rolle des Einzelnen entscheidend. Jeder Mitarbeiter erhält den Raum, die eigenen Kompetenzen, Interessen, Leidenschaften und Hobbys in den Unternehmensalltag einfließen zu lassen. Jeder Mitarbeiter „zeigt sich“, entfaltet sein vollständiges Potential und leistet durch den persönlichen Erfolg einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Denn Kultur entwickelt sich durch Tun und die täglichen Elemente im Handeln des Einzelnen: Schon seit dem 17. Jahrhundert wird diese Haltung als die Grundlage zum Entstehen eines sozialen Miteinanders aufgefasst.

Moderne Unternehmenskulturen unterliegen den gleichen Gesetzen wie das zwischenmenschliche Miteinander: Sie haben eine „Seele“, nämlich die der im Unternehmen aktiv gestaltenden Mitarbeiter. Die Dynamik, die im Kontakt mit diesen Teammitgliedern herrscht, bestimmt die Art und Weise wie das Unternehmen wirtschaftet. Dieser Prozess ist ein stetig andauernder und fährt bei bereits bestehenden Unternehmen eine sich allmählich etablierende Linie. Nur Eines ist unbestritten: Am Anfang stehen immer die Gründer und ihre Vision, eine moderne Unternehmenskultur zu gestalten.

 

Die Rolle von Führungskräften

Führung schafft Kultur, Führungswechsel schafft Kulturwandel. So einfach das klingt, ist das keinesfalls das Allheilmittel, um die Stärken und Schwächen einer Unternehmenskultur auszugleichen. Dennoch gilt festzuhalten: Mitarbeiter, die von ihren Vorgesetzten gut geführt werden, setzen sich stärker für die Unternehmensziele ein und zeigen auch in Zeiten der Veränderung Loyalität. Ein guter Führungsstil vermittelt den Mitarbeitern die Möglichkeit für Entwicklung und Zugänglichkeit, zeigt, dass jeder einzelne im Team von Bedeutung ist, um das Gesamtziel anzusteuern. Eine gute Führungskraft stiftet Identifikation, Sinn und schafft Zugehörigkeit. Kurz: Die Erfolgsfaktoren einer gelungenen Organisationskultur liegen (mit Blick auf weiche Faktoren) auf der Hand und beeinflussen die harten Faktoren maßgeblich.

 

Die individuelle Entwicklung von Mitarbeitern

 

Wer nach Ausbildung oder Studium im Arbeitsleben ankommt, ist längst nicht am Ende seiner beruflichen und persönlichen Entwicklung. Noch immer schlummern bisher unentdeckte Talente und Affinitäten, die den Erfolg im eigenen Zuständigkeitsbereich nachhaltig verändern können. Ergreifen Sie als Arbeitgeber die Chance, das Beste aus den Mitarbeitern herauszuholen! Ich verrate Ihnen, wie das zur Routine wird:

 

„Wie wird Mitarbeiterförderung zum Teil des Alltags?“

Nun, bei dieser Frage ist die Führung des Unternehmens genauso gefragt wie die Mitarbeiter selbst: Die Hauptaufgabe besteht darin, sich miteinander auseinanderzusetzen und Potentiale erkennen zu wollen; sowohl auf Seite der Förderer als auch auf Gegenseite der Geförderten. Anhand des hier aufgebrachten Engagements erkennen Sie, wer neuen Herausforderungen und den Raum für Veränderungen Platz einräumt.

Werden Entscheidungen getroffen, die die Ebenen der Weiterentwicklung mit ablehnender Haltung entgegentreten, wird ebenso eine Erkenntnis zu moderner Unternehmenskultur deutlich: Nämlich die Tendenz, keine weiteren Ressourcen in diese Mitarbeiter zu investieren. Denn Kulturwandel bedeutet auch, dass Werte, die nicht länger Teil des Klimas sein sollen, durch neue Werte (und diese vertretenden Mitarbeiter) zu ersetzen.

Lernen Sie die Denkweisen, Stärken und Schwächen Ihrer Mitarbeiter kennen und entwickeln Sie ein Gefühl, welche Talente es zu fördern lohnt. Um diese Erkenntnisse im Gespräch auszuhandeln, können Sie die „Triple-A-Methode“ unterstützend zu Rate ziehen. Die Methode basiert auf drei Säulen und verdeutlicht, dass die Förderung von Mitarbeitern aus mehr als Seminaren und Fortbildungen besteht: Anregung, Anerkennung und Aufmerksamkeit.

 

Verborgene Talente wecken und Mitarbeiter fördern

Um herauszufinden, in welche Richtung sich Mitarbeiter entwickeln und verändern wollen, stellen Sie beim nächsten Gespräch einmal folgende Fragen:

  • „Welche eine Sache würde für Dich eine klare Verbesserung im Unternehmen darstellen?“
  • „Was hält Dich davon ab, Dein Potential weiter auszubauen und Dich weiterzuentwickeln?“
  • „Wenn Du die Führung hättest: Was würdest du ändern?“

 

Für diese Generation ist persönliche Entfaltung besonders wichtig

Die zwischen 1980 und 2000 geborene Generation Y, die durch die hohe Quote an akademischen Abschlüssen die Zukunft des Arbeitsmarktes abbildet, stellt die Selbstbestimmung ganz vorne an. Auch am Arbeitsplatz ist dieser Wert das A und O und sollte sich in einer modernen Unternehmenskultur unbedingt wiederfinden. Die Generation möchte einzigartig und ersetzbar sein: Also fördern Sie diesen Willen, mit Leistung herauszustechen.

Entdecken Sie den Mehrwert dieser Wertvorstellung für ein Unternehmen und nehmen die Mitarbeiterförderung aktiv in die Hand. Denn im Gegensatz zu anderen Generationen vor ihr lässt sich diese nicht in der gleichen Form mit Gehaltserhöhungen und Boni beeindrucken. Gelebte Werte, persönliche Wertschätzung und ein ausgeglichenes Arbeitsumfeld sind wichtiger als noch vor 7 Jahren.

Folgender Gedanke hilft, sich die Denkstruktur dieser Chance vorzuzeigen:

  • „Der Mensch ist Mittel. Punkt.“
  • „Der Mensch ist Mittelpunkt“.
    Was auf den ersten Blick wie eine nur minimal veränderte Interpunktion aussieht, bestimmt den gesamten Arbeitsmarkt. Moderne Unternehmenskultur ist ein komplexes, vielschichtiges Phänomen. Die Zeiten, in denen Mitarbeiter durch Geld lenkbar waren, sind nahezu vorbei.

 

„Wo sehen Sie sich in drei Monaten?“

Ob sich ein Mitarbeiter, ob neu oder bereits seit Jahren an Board, für oder gegen Ihr Unternehmen entscheidet, liegt an den Denkweisen, Verhalten und Handlungsmustern der Unternehmenskultur – vom Mini-Jobber bis zur Führungskraft. Verändern Sie die Ebenen, auf denen Sie den Mitarbeitern begegnen und schaffen Sie die Rahmenbedingungen, die das „Warum?“ auf die Frage, wieso sich Arbeitnehmer (immer wieder) für eine Stelle in Ihrem Unternehmen entscheiden würden.

 

Die Herausforderungen moderner Unternehmenskultur gemeinsam bestreiten

 

„Warum machen wir das so?“ – wenn diese Frage gestellt wird, ist die Unternehmenskultur die Antwort. Mit der Zeit wird bestimmtes, eingeübtes Verhalten von langjährigen Kollegen als „normal“ empfunden, während neuen (vor allem jungen) Arbeitnehmern diese Frage in den Kopf schießt. Die Antwort: „Weil wir das schon immer so gemacht haben“ ist das Gegenteil einer modernen Unternehmenskultur und der Erzfeind für motivierte Mitarbeiter.

Doch stellen Sie sich, mit Blick auf die Routinen, Arbeitsabläufe und den Umgang im Unternehmen einmal konkret diese Frage: „Warum machen wir das so?“. Die Gründe liegen meist mehrere Jahre in der Vergangenheit und sind das Gegenbeispiel für eine moderne Unternehmenskultur. Handeln führt zu Veränderungen, diese Arbeit ist ein Prozess, dessen Erfolg in verschiedenen Ebenen und durch unterschiedliche Elemente sichtbar wird.

Das Handeln der Mitarbeiter sucht Motivation und Sinn, sie möchten sich mit ihrer Arbeit identifizieren, an ihr wachsen und sich persönlich weiterentwickeln.

 

Im Tagesgeschäft gehen diese Ziele bei der Jagd nach weichen Faktoren unter: Arbeiten die Kollegen nach unzufriedener Beantwortung der Sinnfrage beim Konkurrenzunternehmen, verblasst der Nebel um die Entscheidung, sich um den Kulturwandel „später“ zu kümmern. Zeit für positive Veränderungen findet sich immer.

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